Aufführung von "A chance to change" zur
"Nacht der Offenen Dorfkirche" in Ammelshain (27.08.2011)

In Zeiten zurückgehender Mitgliederzahlen und zunehmender Konkurrenzangebite müssen sich auch und gerade kirchliche Einrichtungen etwas Besonderes einfallen lassen, um öffentliches Interesse hervorzurufen, zumal im ländlichen Raum. Im Kirchenbezirk Leipziger Land ist man zu diesem Zweck auf den Gedanken einer "Nacht der offenen Dorfkirchen" verfallen, die ob ihres offensichtlichen Erfolges in diesem Jahr bereits ihre fünfte Auflage erlebte. Beteiligt daran war auch die Kirche Ammelshain, in der wir auf Vermittlung unserer Sängerin Lydia an der Programmgestaltung mitwirkten.

Das Grundgerüst des Konzerts bildete unser Gospelprogramm "A chance to change", das in Gänze präsentiert wurde, dessen letzte Aufführung nun aber auch schon reichlich zwei Jahre zurücklag und auf Mitte Juni 2009 datierte. Das allein hätte schon gereicht, um einigen Probenaufwand zu garantieren. Und da wir für zwei Stunden – aufgeteilt auf zwei jeweils einstündige Blöcke – eingeplant waren, das Stück jedoch lediglich rund 45 Minuten dauerte, war ein massiver Ausbau desselben nötig. Einige "Highlights" wie "Oh happy Day" und "Refiner's Fire" wurden zwar doppelt präsentiert, komplett wiederholen wollten wir uns aber nicht. Die Setlist wurde so um Beiträge aus anderen Programmen wie dem Best-Of "Was mir bleibt bist du" ("Leben in vollen Zügen", "Ein Haus für Gott und die Gemeinde", "Herr, du bist Liebe") oder dem 2009er Weihnachtsstück "Für alle Zeit..." ("You are holy", "What a Friend we have in Jesus" sowie das Titelstück) ergänzt. Dazu traten mit "Fliegen" und "Dennoch" zwei schon länger nicht mehr aufgeführte Titel aus dem Bandrepertoire sowie die Gospelstücke "Amazing Grace" und "Burden Down", die jeweils ihre Konzertpremiere erlebten und zuvor "nur" im privaten oder gottesdienstlichen Rahmen präsentiert worden waren. Außerdem gab es noch einen ersten Ausblick auf das diesjährige Weihnachtsprogramm "Sanctus", aus dem drei Lieder debütierten.

Der umfassenden Setlist mit vielen schwierigen Stücken zum Trotz konnten wir aufgrund der üblichen Sommerpause nur mit zehn Sängern und Musikern nach Ammelshain reisen. Da die Stimmen jedoch ausgewogen besetzt waren (viermal Sopran, je zweimal Alt, Tenor und Bass) und die Kirche durch hervorragende Akustik glänzte, ließ das Klangbild zur Aufführung wenig bis nichts zu wünschen übrig, wie die Gäste im fast vollbesetzten Kirchenschiff durch ihren Applaus und im Anschluss im Gespräch bestätigten. Besonders "Oh happy Day" sorgte für wahre Begeisterungsstürme und eifriges Mitklatschen, andere Stücke ernteten ähnliche Reaktionen. Auch das stilvolle Ambiente – die schmucke Dorfkirche war mit Efeuranken und Kerzen geschmückt worden –, die hervoragende Bewirtung nicht nur für uns sondern für alle Besucher und das weitere abwechslungsreichen Programm mit Lesungen und einer ausführlichen Kirchenführung sorgten dafür, dass der Abend allen große Freude bereitete und wir auf ein sehr gesegnetes Konzert zurückblicken können.

Martin

Dank für die Bilder 2-4 geht an Bodo Tiedemann (Foto-Zentrum Leipzig):

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