Aufführung von "Jedermann" zur Burgstädter Kulturwoche (02.05.2008)

Zu einer kleinen Tradition haben sich mittlerweile unsere Auftritte zur Burgstädter Kulturwoche entwickelt. Nach "Menschenfischer" 2005 und "A chance to change" 2006 stand diesmal die zweite Aufführung des "Jedermann"-Musicals im Rahmen unserer kleinen Frühjahrstournee auf dem Programm. Das Konzert sollte eines der aufwändigsten der Bandgeschichte werden, da es für unsere erste DVD mitgeschnitten wurde. Zu diesem Zweck war eine Open Air-Präsentation im Innenhof des Burgstädter Rathaushofes geplant...

Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Zwar gab es am Freitag durchaus längere sonnige Abschnitte, allerdings auch immer wieder kurze Schauer und Gewitter. Im Verlauf des Nachmittags fiel daher die Entscheidung, den Auftritt nach drinnen zu verlegen. Zum Umzug in den eigentlich geplanten alternativen Veranstaltungsort, die Stadtkirche Burgstädt, war es da allerdings schon zu spät. Stattdessen wurde Plan C ausgeführt und der Neue Ratssaal zur Bühne umfunktioniert.

Dank der besonderen Umstände war das Technikerteam um einiges stärker besetzt als gewöhnlich. Die Tonabmischung wurde von unseren Kollegen von Bandana übernommen. Für die Mikrofonierung mit Headsets zeichnete Mike von PM2 verantwortlich. Zudem kamen 3 von Studenten des Studiengangs Medientechnik der Hochschule Mittweida bediente Kameras zum Einsatz. Von üblichen Team wirkten Tobias W. als Licht- und Romy als Nebeltechniker(in) sowie aus dem weiteren Umfeld Kuvy als Drumtech mit. Auch vom Chor waren viele schon sehr früh am Ort des Geschehens eingetroffen, die vielen tatkräftigen Hände wurden auch wirklich gebraucht, um rechtzeitig zum Auftrittsbeginn alles unter Dach und Fach zu bringen. Unter anderem musste noch die Ausrichtung der Bestuhlung geändert werden, wodurch die Bühne allerdings recht klein geriet.

Wenig Platz gab es ebenfalls im Zuschauerraum, der sich ab 19 Uhr mehr und mehr füllte. Die zunächst 120 Sitzplätze reichten hinten und vorne nicht, und trotz zusätzlich aufgestellter Bänke musste ein Teil des Publikums den Auftritt schließlich sogar im Stehen und von draußen verfolgen – eine Zuschauerzahl von rund 200 Mann entsprach dem Doppelten des eigentlich Erwarteten! Es entstand eine euphorische Atmosphäre, die half, die anfängliche Nervosität schnell abzulegen. Die Existenz der Kameras und der ungewohnten Headsets waren bald vergessen und vor allem schauspielerisch entwickelte sich eine sehr intensive Darbietung. Das Publikum honorierte dies mit Szenenapplaus für das Lied der verzweifelten Mutter und das Duett zwischen Jedermann und seiner Buhlschaft sowie langen Standing Ovations am Ende des Konzertes. In vielen Gesprächen zeigte sich, wie sehr das Stück einzelne Zuschauer berührt hatte. Nun steht noch eine intensive Nachbearbeitung an, bevor wir bei den Konzerten ab Oktober die fertige DVD hoffentlich unter das Volk bringen können.

martin


Dank an Jürgen für die Bilder direkt vom Auftritt:




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