Aufführung von "Jedermann" im Bürgersaal Taura (26.02.2016)

Nur einen Monat nach dem Abschlusskonzert unserer Weihnachstour waren wir wieder im benachbarten Taura zu Gast – diesmal allerdings nicht wie üblich in der St. Moritz-Kirche, sondern im nur einen (kräftigen) Steinwurf entfernten Bürgersaal des Ortes, den wir zuletzt vor fast genau fünf Jahren im Februar 2011 bespielt hatten. Und auch jetzt war wieder eine Musicalaufführung angesagt, nämlich die erste unserer Fassung des "Jedermann"-Stoffes seit dem Jubiläumswochenende zum 40. Geburtstag im September 2013.

Das hieß natürlich einiges an zusätzlichem Probenaufwand, auch wenn viele Passagen noch erstaunlich gut im Gedächtnis geblieben waren. Zudem gab es eine Reihe von Comebacks zu feiern: Nele und Michael standen erstmals seit eben dieser letzten Aufführung mit auf der Bühne bzw. am Klavier, Katrin war zuletzt im September 2011 mit dabei gewesen und nahm nun ihre Rolle als Glaube wieder auf. Zudem hatten Josephine und Pauline sich die Lied- und Spielszenen mit erarbeitet, so dass es auf der Bühne doch recht voll werden sollte – auch wenn Josephine dann krankheitsbedingt fehlte und ihre geplante Übernahme der Rolle der Buhlschaft von Karla schließlich durch ihre Schwester erfolgte.

Auch aufbautechnisch gab es einiges zu tun. Im Vorfeld wurde eine Bühne errichtet, die Hintergrunddekoration musste wieder von "Verlorene Söhne" auf "Jedermann" umgestellt werden. Die Soundeinstellungen erwiesen sich aufgrund des hohen Saales mit umlaufender Galerie als recht trickreich. Dafür sorgte eben jene Galerie dann beim Konzert für erhöhte Schauwerte, konnte sie doch in die Spielszenen mit einbezogen werden: das Lied des Todes wurde so aus luftigen Höhen präsentiert, Mr. DeVil konnte sich im Dunkel verstecken und wie aus dem Nichts wieder auftauchen. Außerdem war hier Platz für zusätzliche Sitzplätze, reichten doch die 70 vorbereiteten bei weitem nicht aus. Trotz der kurzen Probezeit wurde vor allem von der Stimmung her ein sehr überzeugendes und intensives Konzert geboten, bei dem einige wenige, kleine Unsicherheiten nicht ins Gewicht fielen. Applaus gab es reichlich, und mit "O Happy Day" als Zugabe, passend zum Finale des Stücks mit "Er ist frei", wurden die etwa 100 Besucher sowohl nachdenklich als auch fröhlich gestimmt ins Wochenende entlassen.

Martin

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