"Menschenfischer"-Pfingsttour in Mecklenburg-Vorpommern:
Grevesmühlen, Lübtheen, Schwerin (29.-31.05.2004)

29.05., 7.31

Es wird langsam ernst: Mirko und die beiden Tobias' sind bereits um sieben mit der Anlage losgegondelt, der Rest der Musiker wird in einer Viertelstunde folgen. Hoffen wir mal auf eine gute Fahrt zu Beginn unserer "Menschenfischer"-Tour. Das Wetter ist schonmal spitze...

29.05., 14.00 - 14.30

Nach einer weitgehend problemlosen Fahrt trudeln nach und nach alle in Grevesmühlen ein. Als etwas schwierig erweist es sich bloß in einem Netz aus kleinen Gassen und Einbahnstraßen die Kirche zu finden. Diese ist überraschend groß, mal sehen ob sich das heut abend auch in der Zahl der Besucher niederschlägt ;-). Während der Großteil des Chores beschließt mal kurz an die nahe Ostsee zu fahren, machen sich Band und Techniker ans
Aufbauen.

29.05., 16.15

Diverse Kabbeleien um knappe Kabel später steht alles. Soundcheck-Time… Es brummt. Und wie… Da die Quelle des Problems zunächst nicht gefunden werden kann müssen wir erstmal ohne Monitoring weitermachen. Außerdem vermisst Andreas seinen Autoschlüssel.

29.05., 16.30

Der Chor kommt vom Sonnenbaden zurück, los geht’s mit Einsingen. Das erste Lied sorgt für Ernüchterung: schwammiger Sound, viel Hall, Text schwer zu verstehen. Ne halbe Stunde später ist es dann halbwegs akzeptabel. Aus unerfindlichen Gründen funktionieren dann auch die Monitore ohne sich aufzuschaukeln – um so besser. Andreas ist weiterhin auf der Suche nach dem Schlüssel, eine Befragung aller Chor- und Bandmitglieder bleibt aber ergebnislos.

29.05., 17.30

Zur weiteren Ernüchterung trägt die Ankündigung des Pfarrers bei, daß er aufgrund einiger Konkurrenzveranstaltungen mehr als 10 Besucher als Erfolg sehen würde. Dies frustiert Andreas, dem immer noch sein Autoschlüssel fehlt, noch mehr. Na prima... Jetzt geht es aber erstmal Kaffee trinken.

29.05., 18.00

Wie sich zeigt lag der Pfarrer gar nicht so schlecht mit seiner Schätzung. 10 Erwachsene und 5 Kinder verlieren sich in den Weiten des Kirchenschiffes. Aber da das (leider) normal zu sein scheint lassen wir uns davon nicht beirren und beginnen mit unserem Opener: Adora. Stimmung kommt zunächst kaum auf, unser Sound ist den Umständen entsprechend. Andreas hat einige Probleme mit seinen Kabeln und kann einen Großteil des Programms nur mit einer Gitarre spielen. Außerdem ist es in der Kirche etwa halb so warm wie draußen, was für kalte Finger und dementsprechend einige Verspieler sorgt. Nach knapp eineinhalb Stunden sind wir am Ende (;-)) und bekommen trotz allem einen warmen Applaus. Als Zugabe gibt es noch "Almighty Most Holy God", das wahrscheinlich am besten klingende Stück des Abends. Der Pfarrer verabschiedet noch das Publikum – das erste von drei Konzerten ist abgeschlossen.

29.05., 20.15

Alles ist wieder in den Autos verstaut, es geht ab nach Schwerin zum Abendessen in der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Andreas hat zum Glück noch einen Ersatzschlüssel dabei...

29.05., 22.00

Alle sind soweit gesättigt, langsam brechen wir in unsere Quartiere auf. Mal sehen was der Abend noch so bringt... Morgen wollen wir uns alle halb zehn wieder treffen und noch was in Schwerin unternehmen, mittags wird sich dann die Band/Technik-Crew auf den Weg nach Lübtheen machen. Endlich findet sich auch der gesuchte Autoschlüssel in einer Jackentasche wieder, die schuldige Person (weiblich, Band-Mitglied) bittet darum hier nicht namentlich genannt zu werden.

30.05., 8.00

Die Wecker klingeln, stören die paradiesische Ruhe mit ihrem schrillen Gepiepse – es hilft alles nichts wir müssen aufstehen (in diesem Falle Tobias, Tobias, Franziskus und ich). Ab unter die Dusche, in 'ner halben Stunde gibt’s Frühstück.

30.05., 9.30

Die Leute trudeln aus ihren verschiedenen Quartieren in der Gemeinschaft ein. Wir machen einen kleinen Spaziergang zum Schweriner Schloss um das wunderschöne Wetter auszunutzen. Eine geplante Dombesteigung scheitert daran das wir für eine Führung etwas zu früh dran sind. Stattdessen gehen wir Eis essen. Für Heiterkeit sorgt Andreas' stylishes Sonnenbrillenmodell "Methusalem", das im Zusammenspiel mit seiner wallenden Haarpracht ein sehr schönes Bild abgibt.

30.05., 12.00

Band und Techniker machen sich auf den Weg nach Lübtheen. Die Sonne brennt, die Frisur hält... ups, falscher Text. Jedenfalls ist es sehr warm und wir lassen die ganze Fahrt über den Wind durch unser Haar wehen.

30.05., 13.00

Ankunft in Lübtheen, das Gemeinschaftshaus ist schnell gefunden. Da unser eigentlicher Plan unterwegs etwas zu essen mangels geeigneter Fast Food-Möglichkeiten gescheitert ist, setzt man uns spontan einen Topf Spaghetti auf. Wir laden noch schnell den Transporter aus und setzen uns dann in die Sonne zum Schlemmern.

30.05., 14.30

Die Anlage steht, das Bühnenbild auch. Mal sehen ob es mit dem Sound heut besser klappt als gestern...

30.05., 15.45

Der Chor verspätet sich etwas, bis 16 Uhr sind dann aber alle da. Das Einsingen und –regeln klappt gut. Allerdings steht die Anlage meist kurz vorm Übersteuern, daß sollten wir noch in den Griff bekommen. Außerdem ist mal wieder ein Autoschlüssel verschwunden, diesmal der von Ute als sie sich umziehen will. Im Gegensatz zu gestern taucht er aber relativ schnell wieder auf.

30.05., 17.00 - 18.26

Der Gemeindesaal ist ziemlich gut gefüllt, knapp 40 Leute sind heute da. Wie gestern geht es mit "Adora" los. Das Übersteuern haben wir in den Griff bekommen, stattdessen rauscht es jetzt ab und zu. Grund: nicht erkennbar. Hörbar war das aber nur in den Pausen zwischen den einzelnen Liedern. Die Luft ist ziemlich trocken, dennoch sind heute alle ziemlich locker und es macht uns zumindest viel Spaß. Das Publikum geht mal mehr, mal weniger mit, insgesamt aber werden wir gut aufgenommen. Die Reaktionen hinterher reichen von "nett" bis "wunderbar". Nach dem Abschluss mit "Almighty" geht’s raus ins Grüne zum gemeinsamen Abendessen.

30.05., 20.00

Abfahrtszeit in Lübtheen. Es geht direkt in die Schelfkirche nach Schwerin, wo wir noch alles für den Gottesdienst morgen früh aufbauen müssen.

30.05., 22.30

In rekordverdächtiger Zeit steht alles wieder. Ein erster Soundcheck ist auch erfolgt, die ersten sind schon in die Quartiere aufgebrochen. Der Rest setzt sich noch ziemlich erschöpft zusammen, allzu lange wird es heut wohl nicht mehr gehen.

31.05., 7.00

Es war doch noch ganz schön spät geworden, daher fällt das Aufstehen ziemlich schwer, zu mal bei dieser unchristlichen Zeit. Ein ausgiebiges Frühstück später laufen alle zur Schelfkirche.

31.05., 8.45

Das übliche Prozedere mit Einsingen usw beginnt. Wir sind heute gut laut, fast schon zu laut stellenweise. Ab 9 Uhr füllt sich die Kirche langsam.

31.05., 10.00

Ca. 200 Leute aus verschiedenen Schweriner Gemeinden sind da, also eine große Steigerung zu den anderen beiden Auftritten. Im Rahmen des Gottesdienst folgt nach dem üblichen Eingangslied zunächst ein Gemeindelied, bevor wir dann richtig loslegen. Schon bald zeigt sich das die Lautstärke für einige meist etwas betagtere Personen wohl doch etwas zu hoch ist, die daraufhin die Kirche verlassen, aber insgesamt kommen wir gut an. Das Spielen macht viel Spaß, es gibt kaum Fehler und die Zuhörer singen gerne mit. Am Ende gibt es wieder "Almighty" als Zugabe, und ein rundum gelungenes Konzert beschließt unsere Kurz-Tournee. Weiterhin positiv zu vermerken: die CD von "Solang die Erde steht" ist ausverkauft!

31.05., 12.15

Alle packen fleißig mit an, so daß die komplette Anlage fix wieder in den Autos ist. Jetzt geht’s zum gemeinsamen Mittag essen und Kaffee trinken in die Landeskirchliche Gemeinschaft.

31.05., 13.15

Wir sitzen in der Sonne und lassen es uns gut gehen, eigentlich wäre jetzt ein kleiner Mittagsschlaf angebracht. Allerdings wird es heut auf den Straßen wohl ziemlich voll sein und ein baldiger Aufbruch wird angemahnt.

31.05., 13.45

Allgemeine Abfahrt in Schwerin. Die Verkehrslage ist etwas angespannt, vor allem zwischen den Autobahndreiecken Wittstock und Havelland. Wir kommen aber doch ziemlich gut durch, je nach Auto dauert die Heimreise 4,5 bis 5 Stunden.

31.05., 19.15

Die Anlage ist wieder im Band-Schuppen verstaut, die Adora Pfingst-Tournee 2004 findet ihr Ende. Insgesamt ein sehr schönes Wochenende mit einer kontinuierlichen Leistungssteigerung unsererseits und viel Spaß drum herum. An dieser Stelle nocheinmal einen herzlichen Dank an alle Zuhörer, die Veranstalter vor Ort für die Vorarbeit und alle diejenigen die Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung zur Verfügung gestellt haben (besonders erwähnt seien hier Fam. Hacker und Martin Zimmermann). Der größte Dank aber gilt unserem Herrn, der uns bewahrt hat bei allen Fahrten und unsere Auftritte hat gelingen lassen. Wir hoffen es hat allen gefallen, uns hat es sehr viel Spaß gemacht und wir würden uns freuen irgendwann mal wiederzukommen!

Martin

Konzert in Grevesmühlen (29.05.):

Konzert in Lübtheen (30.05.):

Konzert in der Schelf-Kirche (31.05.):


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