Studioreport zu den "Menschenfischer"-Aufnahmen in Röhrsdorf (21.-23.05.2004)

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und Terminverschiebungen war es am vergangenen Freitag endlich soweit: die Studio-Aufnahmen für "Menschenfischer" konnten beginnen – und das fast exakt ein Jahr nach der Premiere des Stückes zu Pfingsten 2003 in Elbingerode. Wie die vorherigen CDs zu "Solang die Erde steht" und "Verloren? Gefunden!" wird auch dieses Album im Tonstudio der Evangelischen Jugend in Sachsen im "Rehgarten" in Röhrsdorf produziert. Im Gegensatz zu bisher haben wir diesmal allerdings nur den Probenraum gemietet und alles mit unser eigenen Technik direkt auf den PC aufgenommen. Qualitätsmäßig wird's sicher nicht schlechter als die letzten Male, dafür sparen wir jede Menge Geld. Problem dabei war das uns nur 8 Kanäle zur Verfügung standen, wobei allein 7 für's Schlagzeug gebraucht wurden. An Nummer 8 hing der Bass, die Keyboards wollten wir über Midi einspielen – blieben noch Andreas' Gitarren übrig. Einzige Lösung: mein Vater musste nochmal ran als alle anderen schon fertig waren.

Aber nun genug der Vorrede. Am Freitag nachmittag enterten zunächst Andreas und Andre das Studio um Vorbereitungen zu treffen, alles aufzubauen und erste Einstellungen vorzunehmen. Um 19 Uhr stießen dann die restlichen Band-Mitglieder hinzu, abgesehen von Holger der an diesem Abend noch familiäre Verpflichtungen hatte. Nach intensivem Einspielen sollte dann der erste Song folgen – "Verrat". Doch irgendwie war an diesem Abend der Wurm drin, und es dauerte 'ne ganze Weile bis ein brauchbares Ergebnis heraussprang. Da die Uhr nun schon fast 10 zeigte machten wir an dieser Stelle etwas frustriert Schluss.

Umso besser lief es dann am Samstag. Morgens um 9 ertönte der Startschuss, Holger war auch da und bis zum Mittag waren schon 5 Lieder im Kasten. Nach einer kurzen Pause mit chinesischem bzw. türkischem Essen und einem kühlen Bierchen ging es frisch motiviert wieder ans Werk. Der gute Trend vom Vormittag sollte sich bestätigen, abgesehen davon das der PC immer mal an seine Leistungsgrenzen stieß und den Dienst verweigerte sowie einigen Problemen mit den Midi-Ports. Trotz allem ging es zügig voran, und am Abend waren bis auf ein paar Feinheiten alle Instrumental-Parts (bis auf die Gitarren) aufgenommen.

Der Sonntag stand dann dementsprechend ganz im Zeichen von Andreas, wobei es hier nicht ganz so flink ablief. Nachmittags durfte dann meine Wenigkeit nocheinmal antreten, um einige Soli einzusingen. Hätte auch alles ganz gut geklappt, wenn es nicht immer mal geregnet hätte. Ansich kein Problem, doch beim Bau des Studios hatte jemand die Idee ein paar Dachfenster einzubauen, auf denen die Regentropfen schön herumtrommelten und von den Mikros natürlich mir aufgenommen wurden... In diesen Zwangspausen war dann eben weitere Gitarrenarbeit angesagt, bis wir dann ein Zeitfenster von ca. 90 Minuten hatten. Dort konnte ich meine Singerei auch abschließen. Damit war das Wochenende schon rum und das Abbauen begann.

Insgesamt können wir sehr zufrieden mit dem Erreichten sein. In zwei Wochen darf dann der Chor antreten, anschließend folgt das finale Abmischen. Es wird also noch eine Weile dauern bis das Werk fertig ist, aber nun ist endlich ein Ende absehbar.

Martin



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