Kapitel 1: Die frühen Jahre (1973 bis 1980)

Angefangen hat alles im Jahre 1973. Damals war es etwas ganz Neues in den Gemeinden, dass Gemeindelieder mit modernen Instrumenten begleitet oder gar neue Lieder angestimmt wurden, die zumeist Spirituals oder Gospelsongs mit deutschem Text waren. Erste Ideen zur Gründung einer Band hatte es schon vor 1973 in den Jugendgruppen der Freikirche und der Landeskirche unabhängig voneinander gegeben. Aber erst als man zusammenfand, konnten diese Gedanken in die Tat umgesetzt werden. Die Gründungsmitglieder waren Jörg Börner (g, voc), Albrecht "Albin" Gapsch (p), Christian Altman (bg), Andreas Krechlok und Friedhelm am Ende (beide im Wechsel dr). Das erste "Equipment" bestand aus einer Halbresonanz-E-Gitarre, wenn vorhanden einem Klavier und einem uralten Schlagzeug mit dem Klang eines verrosteten Hammerwerkes. Als Verstärker diente ein Röhrenradio und Mikrofone wurden durch lauten Gesang ersetzt. Gespielt wurden die christlichen "Hits", wie "Geh Abraham geh" oder "Komm sag es allen weiter". Der allererste Auftritt fand in Taura statt. Wie berichtet wurde, zogen die Zuhörer anschließend singend durchs Dorf. Da wir die erste Band in der Ephorie waren, herrschte in der Folgezeit kein Mangel an Auftrittsmöglichkeiten.


Anfang der 1980er: Hauptkomponist Jörg Börner (l.), Albin Gapsch (r.)

Nachdem lange Zeit in der Freikirche geprobt wurde, folgte 1974 nach diversen Unstimmigkeiten (die vor allem auf der Verwendung des Schlagzeuges beruhten) ein Umzug ins ehemalige Diakonat, in einen recht feuchten und beengten Probenraum, so dass bei schönem Wetter open air geprobt wurde. Zwischenzeitlich wurde die Band durch Andreas Munke und Günther Kühn (beide g) verstärkt. Ende 1974 gab es die erste Krise, bedingt durch den Wegzug von Andreas Krechlok und die Einberufung von Jörg Börner. Bis Ende 1975 gab es noch Auftritte in kleinerer Besetzung. Nach dem Ausscheiden von Andreas und Günther musste die Arbeit vorläufig eingestellt werden. Ende 1976 wurde mit Axel Klemm (g) ein neuer Mitstreiter gefunden. Glücklicherweise war die bis dahin angeschaffte Technik noch vorhanden und die Band somit wieder spielfähig.


Andreas Munke (l., 1973/74), Gitarrist Axel Klemm (r., mit Jörg Börner, Anfang der 1980er)

Mit dem Paulus-Oratorium von Siegfried Fietz entstand ein neuer Stil in der populären Kirchenmusik, der in Burgstädt begeistert aufgegriffen wurde. Mehrere Sängerinnen fanden sich zu einem Background-Chor zusammen und im Frühjahr 1977 begannen die Proben zur Kantate "Also hat Gott die Welt geliebt", deren Uraufführung im Oktober 77 (unterstützt durch Stephan Fischer an der Kirchenorgel) den endgültigen Durchbruch brachte. Die Auftritte mit der Kantate erfolgten unter dem Namen "Allianzteam", welcher sich jedoch nie richtig durchsetzte. Meist wurden wir als die "Burgstädter Band" tituliert. 1978 wurde erstmals ein Weihnachtsstück aufgeführt, "Maria78", eine eigene Bearbeitung von "Siehe ich bin des Herrn Magd".

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