Kapitel 12: Zwischen Musical, Rock und Lobpreis (2015/16)

Im Mittelpunkt der Konzertaktivitäten standen auch 2015 und 2016 weitere Aufführungen von "Verloren? Gefunden!". Diese führten uns mal wieder hinaus aus den heimatlichen sächsischen Gefilden, so waren wir im Mai 2015 mit Auftritten in Flörsheim-Wicker und Ahnatal-Weimar im Hessischen unterwegs. Doch auch im näheren Unfeld gab es weitere Konzerte: in Hartmannsdorf (dort erstmals im örtlichen Bürgersaal mit weit über 200 Besuchern), in Lunzenau, Pleißa und in Chemnitz-Glösa. Im Folgejahr verschlug es uns dann wieder einmal nach Elbingerode, wo seinerzeit im Juni 2000 die ursprüngliche Fassung des Stückes ihre Premiere erlebt hatte. Und in Penig waren wir (nach zwei kleineren Auftritten zuvor) das erste Mal seit den 1980ern wieder mit einem regulären Programm zu Gast. Zwischendrin gab es erstmals seit zweieinhalb Jahren auch wieder Aufführungen des "Jedermann"-Musicals, nämlich im Februar 2016 in Taura und in Jahnsdorf. Mit 30 Aufführungen wurde das Stück damit zum mit Abstand meistgespielte in der Bandgeschichte. Hierbei stand auch Katrin wieder mit auf der Bühne, die ihre Rolle als Glaube wieder aufnahm und nach über vier Jahren ihr Vollzeitcomeback feierte. Michael kehrte zumindest für die beiden Auftritte ans Klavier zurück, das er zwischen 2007 und 2013 für "Jedermann" bedient hatte, und Cornelia, die schon längere Zeit die sächsischen Gefilde verlassen hat, spielte wieder den Mammon.


Chor zu den "Jedermann"-Aufführungen 2016

Ein Höhepunkt für die Bandmitglieder war die musikalische Gestaltung des ersten Burgstädter Bikergottesdienstes im Mai 2015 unter strahlender Sonne auf dem heimischen Marktplatz. Hier konnten wir unsere rockige Seite einmal ganz ausleben. Noch intensiver gab es das Ganze dann im September 2016 auf dem großen CMS-Bikertreffen am Stausee Rabenstein. Hierfür wurde eine Reihe von Titeln ausgegraben, die es schon lange in keine Adora-Setlist mehr geschafft hatten: etwa das "Menschenfischer"-Triple "Gethsemane", "Sturm" und "Eckstein" oder das monumentale "Die Flut" aus dem Noah-Oratorium.

Für die Weihnachtsprogramme in beiden Jahren zeichnete Schlagzeugerin Kerstin verantwortlich. "Weil du uns liebst" (2015) stammte komplett aus ihrer Feder. Im Gegensatz zu den instrumental reduzierten Stücken der jüngeren Vergangenheit war diesmal (bis auf Flo) die komplette Band mit dabei, die musikalische Bandbreite also um einiges breiter: rockigere Passagen wechseln sich mit ruhigeren Tönen ab. Auch der Chor trat in größerer Besetzung auf als zuletzt: bei den Männern sang erneut Lutz mit, zudem wechselte Samuel für die Weihnachtssaison vom Mischpult auf die Bühne. Bei den Frauen durften wir Anne und Silke als Neuzugänge begrüßen. Zwischen Anfang Dezember und Ende Januar gab es sechs Auftritte in der EKG und der Stadtkirche Burgstädt sowie in Hartmannsdorf (Uraufführung), Chemnitz, Auerswalde und Taura.


Neue Besetzung zur Weihnachtstournee 2016/17, hier in Taura

2016 wurde mit "Mein König" ein Stück mit Interpretationen aktueller Lieder von namhaften Komponisten und Textern der christlichen Musikszene auf die Agenda gesetzt. Außerdem arbeitete Kerstin mit "Gesegnet seist du Maria" (aus "Meine Seele erhebt den Herrn") und "Heute hab ich's gesehn" (aus "Jenseits der Stille") auch zwei von Andreas' Liedern mit ein. Das Besetzungskarussell drehte selbst für unsere Verhältnisse sehr stark: Von der Stammbesetzung waren in der Band nur Kerstin (Klavier) und Mirko (Bass, teilweise Gitarre) mit dabei. In die Gitarrensaiten griff bei einigen Liedern erstmals auch Heike. Techniker Samuel übernahm neben Gesangsaufgaben gleich noch zwei instrumentale Parts, nämlich am Akkordeon und am Cajón. Bei letzterem wechselte er sich mit Jessica ab. Ihre Premiere mit uns feierte Rebekka, die gleich einige Passagen auf der Bratsche mit beisteuerte. Die sechs Aufführungen in der EKG Burgstädt (Uraufführung), in Hartmannsdorf, der Stadtkirche Burgstädt, in Chemnitz, Wittgensdorf und in Taura zeigten so wieder neue Facetten von Adora.

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