Kapitel 4: Die Zeiten ändern sich (1996 bis 2001)

Mittlerweile hatte sich die christliche Musiklandschaft gründlich gewandelt. Waren Diskosound und NDW noch an der Szene vorbeigegangen, wurden die neuen Sounds wie Techno und HipHop auch von christlichen Musikern aufgenommen. Die neuen Maßstäbe für Chöre wurden insbesondere durch die Lobpreisbewegung, den Contemporary Gospel und in Deutschland durch die Oratorien von Johannes Nitsch und dem Felsenfest-Team gesetzt.

1996 stieg Andreas Munke (g) wieder ein und brachte mit Holger Weise (keyb) einen neuen Musiker und mit "Solang die Erde steht – Lieder von Noahs Arche" auch gleich ein Oratorium im neuen Stil mit. Die Uraufführung fand am 15.6.1997 in Chemnitz zum Missionstag statt. Erstmals seit vielen Jahren wurde zu Weihnachten pausiert, nachdem im Vorjahr nochmals "Mache dich auf und werde Licht" aufgeführt wurde. 1998 gab es neben zahlreichen Auftritten mit dem Noah-Stück wieder ein neues Weihnachtsoratorium, diesmal von Andreas: "Meine Seele erhebt den Herrn".


Links: Gospellight 1998 beim Konzert in Treuchtlingen, rechts: Gründungsmitglied Jörg Börner

Wegen gewachsener beruflicher Verpflichtungen von Jörg übernahm Andreas nun das Schreiben der neuen Programme und die Bandleitung. In den folgenden Jahren kam es trotz diverser Wechsel im Chor zu einer Stabilisierung sowohl des Teams und seiner Qualität als auch der Anzahl der Auftritte (u.a. in Thüringen und Bayern). Eine einschneidende Umbesetzung trat nochmals 1999 nach der Produktion der Noah-CD (diesmal im Rehgarten Röhrsdorf) mit dem Ausscheiden von Jörg und Astrid Börner auf. Danke Jörg – du hast mit deinen Liedern und deiner markanten Stimme über Jahrzehnte den Gospellight-Sound geprägt und im Vertrauen auf Jesus die Band stets am Leben erhalten! Multitalent Kerstin (inzwischen verh. Arnold) wechselte ans Schlagzeug und Martin Munke – zuvor bereits im Chor dabei – übernahm die Keyboards. Weihnachten wurde ein Klassiker der Band-Geschichte nochmals zur Aufführung gebracht: Jörgs "Wunderbare Verheißungen der Geburt Jesu" aus dem Jahr 1984.

Im nächsten Oratorium wurden erstmals Spielszenen eingebaut und damit die Grenze zum Musical gestreift: "Verloren? Gefunden!" hatte das Gleichnis von den verlorenen Söhnen zum Inhalt. Die Uraufführung gab es am 10.6.2000 in Elbingerode vor ca. 600 Zuschauern. Treuer Begleiter seit dieser Zeit ist unsere unverwüstliche Mülltonne als Transportbehältnis für Mikro-Ständer und ähnliches. Neben weiteren Auftritten spielten wir u.a. zu einer Jugendevangelisation mit Klaus Göttler. Natürlich gab es auch in diesem Jahr ein neues Stück zu Weihnachten: "Es gibt Momente...".


Der langjährige Chorleiter und Dirigent Christoph Sramek

2001 folgten erneut Auftritte mit "Verloren? Gefunden!". Leider konnten wir die CD erst jetzt fertigstellen, diesmal übernahm unser Techniker André die Produktion komplett. Außerdem wurde "Meine Seele erhebt den Herrn" neu aufgelegt. Ein weiterer Höhepunkt war die musikalische Umrahmung einer Evangelisation mit Ulrich Parzany, gemeinsam mit einem Chor aus allen Burgstädter Gemeinden. Leider verließ uns auch Christoph wegen seiner Berufung zum Honorarprofessor an der Musikhochschule Leipzig. Auch dir Christoph ein besonderer Dank! Ohne dich wäre der Chor nicht auf dem heutigen Niveau.

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