Kapitel 5: Ein neuer Abschnitt (2002/03)

Der Name Gospellight führte häufig zu falschen Erwartungen, da der Begriff in Deutschland mit Black Gospel belegt ist. Deshalb beschlossen wir eine erneute Umbenennung. Zum Abschluss einer langen Ära spielten wir zu Weihnachten 2002 nun tatsächlich doch noch ein Gospel-Programm: "Go, tell it on the mountains", das siebenmal aufgeführt wurde. Seit Februar 2003 tragen wir den Namen ADORA (hebr. "Herrlichkeit", lat. "Bete an"), weil es unser höchstes Ziel ist, unseren Herrn und Heiland mit unserer Musik zu verherrlichen und Menschen auf Ihn aufmerksam zu machen. Der Chor wurde im Zuge dessen erheblich vergrößert, neu dazu kamen Nathalie und Nicole Braun, Karla und Katrin Günther (nicht verwandt), Michael Gräser, Franziskus Hartenstein, Sophie Hölzel und Luisa Schilde. Der alte Name blieb dennoch erhalten – Gründungsmitglied Jörg Börner veröffentlicht unter ihm bis heute neue Lieder, Kostproben gibt es auf YouTube.


Die vergrößerte Besetzung zur Weihnachtstour 2002

Das Jahr 2003 brachte etliche Höhepunkte. Zu Pfingsten fand die Uraufführung des neuen Oratoriums "Menschenfischer" in Elbingerode statt. Besonders dankbar waren wir, dass Kerstin eine schwere Krankheit überstanden hatte und trotz Kur mitwirken konnte. Nächstes Highlight war das 30jährige Jubiläum im September, wieder mit einer Aufführung von "Menschenfischer" und einem gemeinsamen Gottesdienst. Erstaunlich, wie viele der alten Gospellight-Hits noch parat waren. Besonders unsere ehemaligen Musiker liefen zu großer Form auf und gestalteten die gemeinsame Feier fast im Alleingang. Weitere Aufführungen von "Menschenfischer" fanden in Leukersdorf, Auerswalde, Ruppendorf und Jocketa statt.

Zu Weihnachten gelang uns mit "Jenseits der Stille" unser bisher wohl intensivstes Stück, dass bei vielen Zuhörern nachhaltige Spuren hinterlassen hat. Zu den sechs Aufführungen konnten wir Gottes Segen deutlich spüren. In kleinerer Besetzung mit akustischen Instrumenten, erstmals auch mit Saxofon (natürlich gespielt von Multitalent Kerstin), zeigte "Jenseits der Stille" eine neue Facette von Adora. Zudem brachte die schwedische Austauschschülerin Hanna Petterson einen internationalen Touch in unsere Besetzung.

Ein besonderes Erlebnis war GoGospel in Chemnitz. Die Hälfte unserer Mitstreiter stand auf der Bühne der Stadthalle im Massenchor. Die andere Hälfte feierte begeistert auf den Rängen mit.

Im Lauf des Jahres kam es zu etlichen technischen Verbesserungen. Hauptinvestitionen waren ein neues 24-Kanal-Mischpult und eine eigene (wenn auch kleine) Lichtanlage (bedient durch Tobias Wagner, der seinen Bruder Christian als Lichttechniker ablöste). Eine weitere Neuanschaffung bildet unsere Hintergrund-Dekoration, designed by Ute Ihle. Neben dem optischen Effekt war so auch eine Erleichterung der in Kirchen stets kritischen Soundabstimmung möglich. Kleiner Wermutstropfen: die Aufbauzeit hat sich erhöht, wir müssen mittlerweile vier Stunden vor Konzertbeginn vor Ort sein.

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