Ankunft – Wie kommt er bei dir an?

Gelehrte schreiben täglich neue Bücher,
und and're stoßen sich sofort daran.
Doch int'ressant ist letzlich nur die Frage:
Mal Hand auf's Herz: Wie kommt er bei dir an?

Als edler Mensch mit hohen Idealen?
Als Friedensbringer oder Zimmermann?
Als Spaßverderber oder als Legende?
Mal Hand auf's Herz: Wie kommt er bei dir an?

ANKUNFT, ein Weihnachtsmusical der etwas anderen Art.
Advent heißt Ankunft, die Ankunft Jesu Christi.
Wer ist Jesus für dich?
Wie kommt er bei dir an?

Texte von Katrin Paul und Tobias Petzoldt (Zwischentexte 2017), Musik von Wolfgang Tost, präsentiert von Band & Chor ADORA.


- geschrieben 2004
- Uraufführung am 12.12.2004 in Burgstädt
- Livemitschnitt am 19.12.2004 in Leukersdorf
- bis heute 8 mal aufgeführt

- Gitarre: Andreas Munke, Janek Brust (2004/05) und Stefan Weise (2005/06)
- Bass: Mirko Gräser
- Schlagzeug: Kerstin Arnold
- Keyboard: Holger Weise
- Klavier: Martin Munke


Die Aufgabe

Das Reizvolle jedes Musicals ist die Möglichkeit, die verschiedensten kreativen Potenziale einsetzen zu können, ohne an die engen Grenzen eines einzelnen Liedes, d.h. den begrenzten Zeitraum von drei bis vier Minuten, gebunden zu sein. Das bietet einen weiten Spielraum für Ideen und Gestaltung.

Die Autoren von "Ankunft" wünschen sich, dass ihre Idee Einzug in die Gemeinden hält. Dort verändert, vervielfältigt, angepasst wird. Auf das jeweilige Publikum zugeschnitten. Aufgegriffen und weitergedacht.

Ein Musical sollte als Mitmach-Projekt entstehen, dass auf die aufführende Gemeinde passen sollte. Nicht auf einengende Vorgaben der Autoren. Es sollte funktionieren, auch wenn es der Gemeinde nur möglich wäre, zwei oder drei Lieder daraus aufzugreifen. Es sollte so konzipiert sein, dass kleine, große, gut und nicht so gut ausgestattete Gemeinden es für ihre Zwecke nutzen und benutzen könnten. Es sollte mit einer Gitarre genauso funktionieren wie mit Band und Chor. Und es sollte für die gesamte Gemeinde sein, so dass sich alle Generationen einbringen können.


Das Ziel

Durch die Aufführung des Musicals "Ankunft" sollen Gemeinden befähigt werden, in der Adventszeit etwas "auf die Füße zu stellen", dass Gemeindefremden interessant erscheint und sie veranlasst, die "Schwellenangst" zu überwinden. Ganz bewusst sind die Figuren am "wirklichen Leben" orientiert. Es wird kein biblisches Wissen vorausgesetzt. Und ganz bewusst sind Instrumentierung und Satz so gewählt, dass auch kleinere Gemeinden eine Aufführung wagen können. Kein Jugendchor da? Keine große Bandbesetzung? Für das komplette Musical keine Zeit oder kein Raum? Kein Problem – "Ankunft" ist für normale Gemeinden mit normalen Menschen mit normalen Gaben und Begabungen gemacht.

Die Autoren sind sich bewusst, dass das Publikum von "Ankunft" mehrheitlich im Osten des Landes zu suchen ist – wo beide namentlich ein Begriff sind. Trotzdem hoffen sie, kein reines Ostmusical geschaffen zu haben. "Ankunft" könnte für Gemeinden jeder Couleur eine Möglichkeit sein, etwas Anderes, Neues, Ungewohntes zu probieren.


Der Titel

Beim Wort "Ankunft" denken Menschen aus frommen Umfeld natürlich sofort an Advent. Säkularisierte jedoch sehen eher Bahnhofsplakate vor sich. "Ankunft" und "Abfahrt" – Begriffe, die auf ein Bahnhofsumfeld deuten. Jemand wird erwartet. Kommt er? Kommt er an? Fragen, die im Laufe des Musicals immer wieder aufgegriffen und aus den unterschiedlichsten Blickrichtungen beantwortet werden.

Bei der Namensgebung wurde darauf Wert gelegt, dass der Name des Musicals leicht zu merken und auszusprechen ist ("Wir gehen heute Abend zu 'Ankunft'!"). Die sinnweisende Frage "Wie kommt er bei dir an?" wurde deshalb als Untertitel und nicht als Headline gewählt. Die meisten Musicals haben kurze, einprägsame Namen – "Cats", "Grease", "Elisabeth" usw. Deshalb wurde sich bei der Namensgebung am Sprachgebrauch des Publikums orientiert.


Die Botschaft

Deutschland ist kein christliches Land mehr. Im Westen haben viele allerdings noch eine vage Vorstellung, was Weihnachten, Ostern und Pfingsten bedeuten könnten (Zitat: "Das hat irgendwas mit Gott zu tun!"). Selbst dieses fragmentarische Grundwissen ist im kommunistisch geprägten Osten nicht (mehr) vorhanden. Die Menschen verbinden mit Weihnachten allenfalls traditionelles Brauchtum – und kennen Maria, Joseph und das neu geborene Kind Jesus Christus nur als Figuren auf ihrer Weihnachtspyramide. Hier setzt "Ankunft" an: Die Botschaft des Musicals lautet, auf den Punkt gebracht: "Weihnachten heißt: 'Es kommt einer, der für dein Leben eine entscheidende Rolle spielen könnte!'". Dabei sollen die Zuhörer weder "erbibelt" noch ihnen etwas übergestülpt werden. Deshalb beginnt und endet das Musical mit einer Frage: "Wie kommt er bei dir an?" Kannst du etwas damit anfangen? Überlege, ob du von den Aussagen etwas an dich heranlässt... Sozialpädagogen würden sagen: "Was macht das mit dir...?"


1. Wie kommt er bei dir an?


2. Macht macht mächtig


3. Meine Augen


4. Licht der Welt


5. Sterne


6. Ist er das?


7. Der andere König


8. Wohin


9. Irgendwann


10. Schau'n wer mal!


11. Beispiellos


12. Wie kommt er bei dir an?

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