Begegnungen


Bildrechte: Andie Kanne

Gott begegnete seinem Volk in der Geschichte, Gott begegnet uns in der Gegenwart. Eine musikalische Reise durch die Weihnachtsgeschichte der Bibel bis mitten hinein in unser heutiges Leben. Über Gottes Begegnungen mit Israel, mit Maria oder den Hirten bis zu seiner Wirksamkeit im Hier und Jetzt. Denn gerade in der Weihnachtszeit will Gott dir ganz persönlich begegnen...

Ein besonderes Markenzeichen von Band & Chor ADORA sind seit jeher die Weihnachtsprogramme, die nahezu jedes Jahr zusätzlich zum regulären Programm eingeübt werden. Zum Teil handelte es sich dabei um "Fremdkompositionen", doch seit Mitte der 1980er Jahre sind auch mehr als 10 eigene, stilistisch teils sehr unterschiedliche Liedzyklen entstanden. In unserem Jubiläumsjahr 2008 bietet das Weihnachtsprogramm eine Zusammenstellung von Texten und Melodien aus mehr als 20 Jahren Bandgeschichte, von Liedern, die heute vielleicht aktueller denn je sind.


- Lieder von Jörg Börner und Andreas Munke
- Zusammenstellung und Zwischentexte von Martin Munke
- Uraufführung am 07.12.2008 in Hartmannsdorf
- bis heute 7 mal aufgeführt

- Gitarre: Andreas Munke und Stefan Weise
- Bass: Mirko Gräser
- Klavier: Martin Munke
- Keyboard: Holger Weise
- Schlagzeug und Saxophon: Kerstin Arnold
- Querflöte: Karen Ihle



1. Verheißung (Das Volk, das im Finstern lebt)
(Andreas Munke, aus "Meine Seele erhebt den Herrn")

Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein großes Licht.
Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein großes Licht.
Und über die, und über die, und über die da wohnen
im finstern Land, im finstern Land, scheint es hell.
Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
Und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, und er heißt Wunderrat.
Und er heißt Kraft und er heißt Held, heißt Ewig-Vater Friedefürst.
Auf daß seine Herrschaft groß werde im Lande.
Auf daß seine Herrschaft groß werde im Lande.
Und des Friedens kein Ende und des Friedens kein Ende.


2. Doch dir Bethlehem
(Jörg Börner, aus "Die wunderbaren Verheißungen der Geburt Jesu")

Doch dir Bethlehem sagt der Herr:
So du klein bist unter den Städten in Juda.
Aus dir wird der kommen der künftig Israel führen wird.
Sein Ursprung liegt in einer fernen Zeit.

Der Herr gibt sein Volk den Feinden preis
bis eine Frau den ersehnten Sohn zur Welt bringt.
Der Herr gibt sein Volk den Feinden preis,
bis eine Frau diesen Sohn geboren hat, geboren hat, geboren hat.

Und mir sagt der Engel des Herrn:
Du bist auserwählt unter den Frauen, Maria.
In dir soll der wachsen der künftig Israel führen wird.
Er, dessen Herrschaft nie zu Ende geht.

Ich fragte: Wie soll das geschehn?
Und da erfuhr ich, daß Gottes Geist in mir wohnen wird.
Darum wird das Kind, welches heilig auch Gottes Sohn genannt.
Ich sagte: Wie Gott will soll es geschehn.


3. Der Kaiser lässt zählen
(Andreas Munke, aus "Meine Seele erhebt den Herrn")

Hört ihr den Herold rufen. Seht nur das Volk eilt herbei.
Was hat er zu verkünden, welch Tumult welch Geschrei.
Alles Volk verneige sich, denn Augustus spricht heut zu euch.
Drum höret und gehorchet ihm, jedermann in seinem Reich.

Der Kaiser lässt zählen und keiner darf fehlen,
der Kaiser will wissen wieviel Volk er regiert.
Er lässt recherchieren und lässt registrieren
damit er nicht eine Sesterze verliert.

Hört ihr den Herold rufen. Seht nur das Volk eilt herbei.
Was hat er zu verkünden, welch Tumult welch Geschrei.
Hört ihr Leute das Gebot, das der Kaiser erlassen hat:
Dass alle Welt geschätzt werde, jedermann in seiner Stadt.


4. Nun begegnet dir Gott
(Jörg Börner, aus "Mache dich auf und werde Licht")

Im sechsten Monat wurde Gabriel, der Engel
nach Nazareth in Galiläa gesandt.
Hinzu Maria, einer Jungfrau, die verlobt war
mit Josef, einem der mit David verwandt.

Denn nun begegnet dir Gott, nun begegnet dir Gott.
Er sendet Jesus in deine Nacht.
Nun begegnet dir Gott, nun begegnet dir Gott
und hat der Welt die Rettung gebracht.

Da trat der Engel zu Maria und er sagte:
Fürchte dich nicht, da Gottes Gnade dich fand,
denn du sollst Jesus, Gottes eignen Sohn gebären
und Davids Thron gibt Gott in seine Hand.

Denn nun begegnet mir Gott...

Denn nun begegnet uns Gott..

Nun begegnet uns Gott, nun begegnet uns Gott Jesus hat den Sieg uns gebracht.


5. Fürchtet euch nicht
(Andreas Munke, aus "Meine Seele erhebt den Herrn")

Fürchtet euch nicht, denn Freude verkünde ich euch.
Freude für euch und allem Volke zugleich.
Weil heut in dieser Nacht der Heiland ward geborn,
welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen, ihr werdet finden das Kind
in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.


6a. Macht die erschlafften Hände wieder stark
(Jörg Börner, aus "Die wunderbaren Verheißungen der Geburt Jesu")

Macht die erschlafften Hände wieder stark,
die zitternden Knie wieder fest.
Ruft den verzagten Herzen zu:
Faßt wieder Mut! Habt keine Angst!
Dort kommt euer Gott.

Die, die der Herr befreit hat, kehren nun heim.
Voll Jubel kommen sie zum Zionsberg.
Aus ihren Augen strahlt endloses Glück,
Freude und Glück. Für alle Zeit
ist die Not vorbei.

Dann können selbst die Blinden wieder sehn.
Die Tauben können wieder hörn.
Quellen brechen in der Wüste auf.
Glühender Sand wird fruchtbares Land,
denn dort kommt dein Gott.

Macht die erschlafften Hände wieder stark...


6b. Jenseits der Stille
(Andreas Munke, aus "Jenseits der Stille")

Jenseits der Stille - warte ich auf dich.
Jenseits der Stille - warte ich auf dich.

Selbst dein Schweigen ist zu laut,
wenn die Gedanken schrein,
sich ums dich selber drehn.
Nur mit dem Herzen hört man gut.
Wer verstehen will, muss durch die Stille gehn.

Was ich dir heut erzählen will,
hast du schon oft gehört,
und vielleicht überhört.
Drum öffne dich und werde still.
Lass zu, dass Gottes Wort dein Herz berührt.

Jenseits der Stille - warte ich auf dich.


7. Es ist keiner zu gering
(Andreas Munke, aus "Es gibt Momente")

Es ist keiner zu gering. Es ist keiner zu klein.
Es ist keiner zu schwach, Gottes Werkzeug zu sein.

Denn er gibt dir die Kraft und er rüstet dich aus
und er gibt dir den Mut, wenn du Ihm vertraust.

Denn er achtet als groß, was du Kleines getan.
Gottes ewiges Werk fängt im Kleinen an

Denn viel mehr als du denkst, hat Er in dich gelegt.
Ohne Grenzen ist der, den der Vater trägt.


8a. Winter
(Andreas Munke, aus "Jenseits der Stille")

Der Winter schleicht über das Land.
Er hält es fest in seiner kalten Hand.
Das Mittelmaß regiert, die Selbstsucht triumphiert
Und der Hass ist schon wieder aufmarschiert.
Der Winter schleicht über das Land.

Der Winter schleicht über das Land.
Zieht hinter sich ein kaltes weißes Band.
Der Geist manipuliert, das Herz zutiefst verwirrt.
Und selbst deine Seele erfriert.
Der Winter schleicht über das Land.

Der Winter schleicht über das Land.
Bläst Reif uns ins Gesicht und aufs Gewand.
Die Hoffnung resigniert, der Mut hat sich blamiert.
Die Liebe hat längst kapituliert.
Der Winter schleicht über das Land.

Gott lässt deinen Glauben nicht erfriern.
Selbst im tiefsten Winter kannst du seine Wärme spürn.
Das Feuer seiner Liebe taut vereiste Herzen auf.
Gott lässt deinen Glauben nicht erfriern.


8b. Freude bricht sich Bahn
(Andreas Munke, aus "Es gibt Momente")

Ob du arm bist und gering, Gott hat sich dir gleichgestellt.
eine Magd bringt seinen Sohn, hier im Stall zur Welt.
Ob dich schwere Sünde plagt, Jesus wird dir Rettung sein,
weil er die Vergebung bringt, bleibst du nicht allein.

Dann bricht sich die Freude Bahn, kommt her und jubelt laut.
Denn die Freude bricht sich Bahn, Gottes Heil fängt an und Freude bricht sich Bahn.

Ob du weise bist und klug, Jesus lehrt dich neu zu sehn,
nur der Glaube an den Sohn, läßt dich Gott verstehn.
Ob du reich bist und berühmt, leg die Eitelkeiten ab,
habe Teil an dem Geschenk, das Gott allen gab.


9. Lasst uns nun gehen nach Betlehem
(Jörg Börner, aus "Mache dich auf und werde Licht")

Lasst uns nun gehen nach Bethlehem
und die Geschichte sehen,
die da für uns geschehen ist,
die Gott kund tat. Lasst uns gehn.
Lasst uns gehn nach Bethlehem.

Wie oft haben wir gezögert
diesen Schritt zu ihm zu gehen,
haben dadurch mit ihm vieles schon versäumt.
Hatten keine Zeit zum Beten
und die Bibel war stets weit,
hatten uns ein eignes Leben nur erträumt.

Ging es nur nach unsrer Zeit,
ich glaub wir fänden nie zu dir,
denn wir haben leider niemals richtig Zeit.
Wenn du selber uns nicht riefst
und uns herausreißt aus der Not,
fände keiner einen Weg zur Ewigkeit.

Darum wollen wir nun gehen
zu der Krippe dort im Stall,
und wir lassen alles andre für ihn stehn.
Dort erwartet uns Gott selbst,
denn dort wurde er konkret
und wir können seine Liebe offen sehn.

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