Gotteskind


Vorlage: Colourbox, Bild 1550447

Die Weihnachtsgeschichte – schon so oft gehört und doch immer wieder aktuell.

Auch in diesem Jahr beschreiten ADORA wieder neue Wege und kombinieren die biblischen Texte mit musikalischen Einflüssen des ausgehenden Mittelalters. In althergebrachten und neuen Liedern machen wir uns auf die Reise mit Maria und Joseph, hin zum Stall von Bethlehem.

In kleinerer Besetzung, mit akustischen Instrumenten, unterstützt durch Stefanie Reinhold an der Violine, möchte die ADORA-Band euch mitten hineinnehmen in das weihnachtliche Geschehen.

- Text und Musik: Andreas Munke / trad.
- Uraufführung am 09.12.2012 in Hartmannsdorf
- insgesamt 6 Aufführungen zwischen Dezember 2012 und Januar 2013

- Stefanie Reinhold: Violine
- Kerstin Arnold: Schlagzeug, Gesang
- Florian Hößler: Gitarre
- Mirko Gräser: Bass, Gesang
- Andreas Munke: Gitarre, Gesang
- Martin Munke: Gesang, Blech- und Bordunpfeifen

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Livemitschnitte auf YouTube:





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1. Es kommt ein Schiff geladen
(Text: Daniel Sudermann um 1626 nach einem Marienlied aus Straßburg, Melodie: Köln 1608)

2. Bahnt einen Weg durch die Wüste
(Text und Melodie: Andreas Munke)

Bahnt einen Weg durch die Wüste, bahnt einen Weg für den Herrn.
Bahnt einen Weg durch die Wüste, bereitet den Weg unserm Herrn.

Baut eine ebene Straße, machet die Täler weit.
Ebnet die Berge und Hügel, seit für die Ankunft des Retters der Welt bereit.

Höret den Ruf des Propheten, Gottes Verheißung wird wahr.
Sagt es den Völkern Judas, bald wird die Herrlichkeit Gottes offenbar.

Zion erhebe die Stimme, juble bald ist es vollbracht.
Siehe, der Herr kommt gewaltig, siehe der Herr kommt voll Kraft und großer Macht.

3. Josephs Lied
(Text und Melodie: Andreas Munke)

Mein Weib trug schon ein Kind im Leib, bevor ich jemals bei ihr lag.
Ein Balg nicht Fleisch von meinem Fleisch, das macht mir Herzleid Tag um Tag.
Schlich sie sich heimlich aus dem Haus und lebte ihre Wünsche aus? Griff wohl ein fremder Mann voll Lust, nach ihrer weichen weißen Brust?

Maria, Maria, sag was hast du getan. Maria, Maria, mein Herz ist voller Gram.

Doch führt ich Klage wieder sie, dann schafft man sie zur Stadt hinaus.
Und unter Steinen trieb man ihr in Schande wohl das Leben aus.
Es wär wohl besser ich ging fort und lebt an einem anderen Ort.
Als jeden Tag das Kind zu sehn und wie ein Narr dabei zu stehn.

4. Unterwegs
(Text und Musik: Andreas Munke)

Der Wind weht kalt, von Norden her. Der Weg ist lang, die Last ist schwer.
Es kam vom Kaiser ein Gebot, das trieb uns aus in diese Not.
Weiter, weiter, immer weiter treiben wir durch Nacht und Wind.
Friert das Blut in unsern Adern, bis wir gar am Ende sind.

Der Tag erwacht die Sonn‘ steigt auf und dörrt uns unsre Kehlen aus.
Der Wind bläst Staub all überall, macht jeden Atemzug zur Qual.
Weiter, weiter, immer weiter, taumeln durch der Sonne Glut.
Ganz am Ende stirbt die Hoffnung, und als erstes stirbt der Mut.

Wir treiben hilflos durch die Zeit. Das Ziel ist hundert Meilen weit.
Und dann das Kind, fast ist es da, der Tag der Niederkunft ist nah.
Weiter, weiter, immer weiter, hör nicht auf voran zu gehen.
Irgendwann geht er zu Ende unser Weg nach Bethlehem.

5. Das Kind in der Krippe
(Text: Andreas Munke, Melodie: Leipzig um 1500 / Böhmische Brüder, Satz: SDG)

Nirgendwo ist Lieb und Raum in den kalten Herzen
niemand nicht erbarmet sich, ob Mariens Schmerzen.
Und so liegt auf Heu und Stroh, Gottes größte Gabe
Sein Geschenk an diese Welt, Zeichen seiner Gnade.

Komm o Welt und sieh das Heil in der Krippe liegen
Dieses Kindlein wird dereinst, Sünd und Tod besiegen.
Nicht als König kommt der Herr, nicht mit lautem Schalle.
Nein er kommt als kleines Kind, ärmlich dort im Stalle.

Ochs und Esel stehn dabei um ihm Ehr zu zeigen.
Lasst uns gehen vor dem Kind unsre Knie zu beugen.
Um den Herrn voll Dankbarkeit Preis und Ehr zu bringen
und in Demut vor dem Kind Gottes Lob zu singen.

6. Gotteskind
(Text und Melodie: Andreas Munke)

Sehe ich dich an mein Kind, wird es mir im Herzen warm.
Mein' ich hielt die ganze Welt in meinem Arm.
Alle Liebe aller Schmerz in dir vereint.
Dass mein Herz in aller Freud Tränen weint.

Sehe ich dich an mein Kind, schau ich Gottes Angesicht.
Alles wird so rein und klar in seinem Licht.
Aller Zweifel alle Not fahren dahin.
Und ich weiss ich bin geliebt wie ich bin.

Sehe ich dich an mein Kind kann ich es noch nicht verstehn.
Was ist mir geringen Magd heute geschehn.
Meine Seele preist den Herrn in Ewigkeit.
Seine Gnade währet fort alle Zeit.

Sehe ich dich an mein Kind, spüre ich die Ewigkeit.
Ich weiß deine Liebe trägt durch Raum und Zeit.
seh dein Lächeln das mir Freud und Zukunft bringt.
halte dich in meinem Arm Gotteskind.

7. Die Hirten auf dem Feld
(Text und Melodie: Andreas Munke)

Wir wachen bei den Schafen. Nur Stöcke unsre Waffen.
Die Wölfe heulen um uns her.
Wir stehn auf kargem Boden. Die kalten Stürme toben
und Regenschauer fallen schwer.

Wir wachen in der Nacht, verachtet und verlacht.
Die Last des Lebens drückt uns lang schon schwer.
Wir leiden große Not, sind stets bedroht vom Tod
und Hoffnung haben wir schon lang nicht mehr.

Wir warten auf den Retter, wir warten auf den König,
wir warten auf den Herrn der kommt.
Wir warten auf den Retter, wir warten auf den König,
wir warten auf den Herrn der kommt.

Die Römer sind im Lande, sie bringen Tod und Schande
und nehmen uns, was uns noch blieb.
Die eignen Führer laben sich an der Fremden Gnaden
und sind des eignen Volkes Dieb.

8. Rührt die Trommeln
(Text und Melodie: Andreas Munke)

Rührt die Trommeln, schlagt die Pauken, tönen soll der Pfeifen Schall.
Ruft's hinaus in alle Lande, hören soll man's überall.
Lasst die Zimbeln hell erklingen, lasst die Leier Jubel singen.
Kündet Freude fern und nah, Christus unser Herr ist da.

Ohne Liebe, ohne Hoffnung, voller Dunkel war die Welt.
Eh des Herren große Liebe unsre Finsternis erhellt.
Diese Welt war gar verloren, doch nun ist das Kind geboren.
Kündet Freude fern und nah, Christus unser Herr ist da.

Gott vom hohen Himmelsthrone, kommt herab, macht sich uns gleich.
Mitten in der größten Öde, baut der Herr sein neues Reich.
Lasset uns dem Herrn lobsingen und ihm Dankbarkeit darbringen.
Kündet Freude fern und nah, Christus unser Herr ist da.

9. Der Weise aus dem Morgenland
(Text und Melodie: Andreas Munke)

Schon lange bin ich unterwegs und suche nach dem großen Ziel.
Da sah ich Not und schlimmes Leid, Verzweiflung und der Trauer viel.
Ich forschte in der Sterne Lauf, ob sich der Weg mir offenbart.
Da zog ein neues Licht herauf, ein Stern von ganz besondrer Art.

Dieser Stern ‐ zeigt er mir wohl den Weg zu meinem Ziel?
Dieser Stern ‐ lässt er mich finden, was ich brauch und will?
Dieser Stern ‐ ist er wohl, des Messias Widerschein?
Dieser Stern ‐ läutet er aller Zeiten Wende ein?

Den Stein der Weisen suchte ich und mischte manches Elixier.
Was ich auch schuf es lohnte nicht und ungestillt blieb meine Gier.
Gelehrsamkeit mein Lebenszweck, die Alchemie mein Element,
Doch was ich suchte fand ich nicht, der Kern der Dinge blieb mir fremd.

Die alten Schriften habe ich studiert mit Müh und großem Fleiß
und fand, dass bald aus Davids Stamm uns aufgehn wird ein neues Reis.
Ein neuer König, Wunderrat, ein Friedefürst und großer Held.
Der Sohn des höchsten Gottes wohl, ein Retter für die kranke Welt.

10. Gaudete
(Text: Piae Cantiones 1582, Melodie: trad.)

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