Solang die Erde steht – Lieder von Noahs Arche

Solang die Erde steht, sollen nicht vergehn,
Saat und Ernte, Hitze und Frost.

Begleitet uns auf eine Reise mit einem Mann, der entgegen allem Hohn und Spott auf Gottes Wort vertraute.
Begleitet uns in eine Zeit, die diesen Gott vergessen hatte.
Begleitet uns auf den Weg zu einem Versprechen, das Gott allen Menschen gab.
Einem Versprechen, das Bestand haben wird – solang die Erde steht...

Solang die Erde steht, sollen nicht vergehn,
Sommer und Winter, Tag und Nacht.


- Text und Musik von Andreas Munke
- geschrieben 1995
- Uraufführung am 15.06.97 in Chemnitz
- CD-Aufnahme 1999 im "Rehgarten" in Röhrsdorf
- bis heute 17 mal aufgeführt

- Gitarre: Andreas Munke und Jörg Börner
- Bass: Mirko Gräser
- Keyboard: Holger Weise
- Klavier: Kerstin Arnold
- Schlagzeug: Kerstin Arnold und Astrid Börner


Wird mir das Werk gelingen
Einzug der Tiere
Die Flut



1. Gott hat die Erde schön gemacht

Gott hat die Erde schön gemacht, er sprach es werde Licht,
und da er sah das Licht war gut, schied er's von der Finsternis.
Und hat die Sterne am Himmelszelt, den Mond und die Sonne aufgestellt.
So trennte der Herr den Tag von der Nacht, Gott hat die Erde schön gemacht.

Gott hat die Erde schön gemacht, der Herr schuf Meer und Land
und hat sie beide ausgefüllt mit seiner Schöpferhand.
Berge und Täler, Flüsse und Seen, Wiesen und Felder ließ er entstehn,
Bäume und Blumen in voller Pracht, Gott hat die Erde schön gemacht.

Gott hat die Erde schön gemacht, mit Leben sie erfüllt,
und schuf nach Pflanzen und Getier, den Mensch zu seinem Bild.
Und hat ihn in seine herrliche Welt als Herrscher und Hüter hineingestellt,
dass er Gottes Schöpfung pflegt und bewacht, Gott hat die Erde schön gemacht.

Gott hat die Erde schön gemacht, ihr Menschen preiset ihn,
den Herrn der uns so reich beschenkt, o kommt und danket ihm.
Dem Ursprung, dem Schöpfer unserer Welt, der alles trägt und alles hält,
der bis ins Kleinste alles bedacht, Gott hat die Erde schön gemacht.


2. Und die Welt dreht sich im Kreis

Die Menschheit tanzt taumelnd ums goldene Kalb,
die Glieder sind heiß, die Herzen sind kalt.
Die Uhr fünf vor zwölf, im Müll bis zum Knie,
Hauptsache Fun und Ecstacy.
Leben auf Pump, die Folgen verdrängt,
Kurs Richtung Abgrund, nie gegengelenkt.
Stur gradeaus und ja kein Pardon.
Nach uns die Sintflut, was macht das schon.

Und die Welt dreht sich im Kreis,
um sich selbst und käuft heiß
weil sie von Gott nichts mehr weiß.

Mit perlweißen Zähnen und taufrisch desingt,
total isoliert in der Masse vereint.
Maskierte Gesichter, die Falten bedeckt,
künstliches Lachen, Gefühle versteckt.
Vom Mammon geblendet, von Macht korrumpiert,
Persönlichkeit durch's Portemonnaie definiert.
Gequält von Psychosen doch allseits bestaunt,
unendlich frei doch der Seele beraubt.

In esoterische Sphären entrückt,
von Gurus genarrt, in Magie verstrickt.
Gebaut auf die Sterne, auf Götzen aus Stein,
vertraut auf den falschen Heiligenschein.
Den Menschenverstand durch Computer ersetzt,
gleichgeschaltet und global vernetzt.
Sich selbst als Maschine wiedergeborn,
in virtuellen Welten verlorn.


3. Ist da nicht einer

Der Menschen eitles Tun, lässt Gott den Hernn nicht ruhn,
voll Frevel ist die Welt, die Gott ins Abseits stellt.
Boshaftigkeit regiert, und kalt wird ignoriert
des Herren lauter Ruf und so reut ihn was er schuf.

Ist da nicht einer, nicht einmal einer,
Ist da nicht einer, nicht einmal einer,
Ist da nicht einer, nicht einmal einer,
der vor Gott besteht?

Den Platz der Gott gebührt, hat frech der Mensch kassiert,
und maßt sich ohne Scham die Rechte Gottes an.
So wird das Wort des Herr, das was er schuf zerstörn
und alles ist verlorn, denn der Herr hat großen Zorn.


4. Wohl denen die da wandeln

Schon 600 Jahre hat Gott mir geschenkt
und hat stets in Gnade mein Leben gelenkt.
Er hat mich begleitet, geschützt und geführt
und an jedem Tage hab ich seine Liebe gespürt.

Wohl denen die da wandeln, vor dem Herrn in Heiligkeit,
nach seinem Worte handeln und danach leben für alle Zeit,
für die hält er sein Reich bereit.

Sein Wort lehrt mich leben, nach seinem Gebot,
ist Hoffnung und Hilfe in Trübsal und Not.
Sein Wort schenkt mir Freude und macht mich so reich;
drum will ich Gott danken, denn ihm ist kein anderer gleich.

Drum will ich ihm dienen mit all meinem Sein,
und geben die Ehre dem Herren allein.
Er ist meine Stärke, mein Heil und mein Licht,
mein Hort und Erretter, meines Lebens Zuversicht.


5. Wird mir das Werk gelingen

Wird mir das Werk gelingen, so wie mein Gott es will?
Werden die Kräfte reichen, der Herr verlangt so viel?
Das Werk wird gelingen, selbst wenn du's allein nicht schaffst.
Was Gott von dir fordert, dazu gibt er dir die Kraft.
Wo du glaubst es geht nicht weiter, zeigt der Herr dir einen Weg.
Der gewinnt neue Kräfte, der in Gottes Gnade steht.

Wird uns der Raum genügen, für der Tiere große Schar?
Wird wohl auch Frieden halten, was stets verfeindet war?
Der Raum wird genügen, den der Herr gab selbst den Plan.
Der Frieden wird halten, selbst zwischen Wolf und Lamm.
Wo du glaubst es geht nicht weiter, zeigt der Herr dir einen Weg.
Der lebt in Friedensräumen, der in Gottes Gnade steht.

Wird uns die Arche tragen, die Last sie ist so schwer?
Werden wir sicher fahren, durch's weite Flutenmeer?
Die Arche wird tragen, wie der Herr dich selber trägt.
Sie wird sicher fahren, weil der Herr sie selbst bewegt.
Wo du glaubst es geht nicht weiter, zeigt der Herr dir einen Weg.
Der wird hindurchgetragen, der in Gottes Gnade steht.


6. Spottlied

Noah sag, was baust du da, das sieht ja aus wie ein Haus.
Doch wenn wir's uns recht besehn, wird wohl gar ein Schiff daraus.
Ihr habt recht, es wird ein Schiff, für mich und viel Getier.
Bau das Schiff und rette dich, so sprach der Herr zu mir.

Noah, Noah was soll das, ein Schiff auf trocknem Land,
und dazu so riesengroß, Noah was ist mit dir los,
wir zweifeln an deinem Verstand.

Gott sagte mir es kommt die Flut, die Welt wird darin untergehn.
Selbst der allerhöchste Berg ist dann gar nicht mehr zu sehn.
Noah was erzählst du da, das kann überhaupt nicht sein.
Schau zum Himmel, da siehst du den schönsten Sonnenschein.

Euer Bosheit Lug und Trug, erregten den den Zorn des Herrn.
Drum reute ihn was er erschuf, drum wird er es wieder zerstörn.
Was geht uns dein Herrgott an, wir fühlen uns gerecht und gut.
Wir ignorieren deinen Gott, wir pfeifen auf das was er tut.

Weil ihr unsern Herrn verlacht, fallt ihr unter Gottes Gericht.
Wenn ihr euch noch so sicher fühlt, ihr entgeht ihm nicht.
Noah das sind Phantasien, bei dir ist alles zu spät.
Dir hat dein religiöser Wahn, völlig den Kopf verdreht.


7. Doch die Liebe des Vaters ist groß

Nun stehst du am Rand, weil du Gott bekennst,
wirst verspottet, verhöhnt, ausgegrenzt.
Weil du anders bist, nicht die Regeln hälst,
weil du sich unter Gottes Wort stellst.
Was nach menschlichem Maßstab nichts wert ist, nichts zählt,
hat der Herr sich zu Eigen erwählt.

Denn die Liebe des Vaters ist groß,
sie umfasst dich und lässt dich nicht los.
In der Welt hart bedrängt, doch von Gott reich beschenkt.
Was hier klein ist, macht Gott einmal groß.

Es erfordert Mut, ist oft unbequem,
Gottes Wege im Glauben zu gehn.
Weil der Ruf des Herrn ihre Sattheit stört,
bleibt dein Zeugnis, dein Wort ungehört.
Weil dein Leben, dein Handeln ihr den Spiegel vorhält,
hat die Welt dich ins Abseits gestellt.

Doch die Liebe...

Aber allen die, vielleicht heut noch blind,
auf der Suche nach Lebenssinn sind,
kannst du Hoffnungsstrahl, kannst du Helfer sein,
wer ihn sucht den lässt Gott nicht allein.
Wer erkennt, dass der Mensch sich nicht selbst retten kann,
mit dem fängt Gottes Gnade neu an.

Denn die Liebe...


8. Einzug der Tiere

Schaut nur an welch ein Gewimmel, Tiere stehn in langen Reihn.
Welch ein Schieben, welch ein Drängen, keiner will der letzte sein.
Kommen her von nah und ferne, wollen in die Arche rein,
alle haben es gehört, bei Noah gibt's den Freifahrschein
in Gottes neue Welt hinein.

Der Löwe motzt und macht gleich Rabbatz,
ich als König der Tiere will den besten Platz.
Doch Noah spricht egal ob arm ob reich,
ob große oder klein vor Gott sind alle Tiere gleich.
Energisch drängt sich ein Warzenschwein
ohne Rücksicht auf Verluste in die Reihe rein.
Sofort hört man die Affen blaffen und der Kakadu
ruft der Hyäne zu: "Lass das Gnu in Ruh!"

Der Elefant wird ganz unten verstaut,
denn dort hat Noah extra starke Planken eingebaut.
Die Biber beziehn das Oberdeck, wenn sie unten wärn
hätt' die Arche sicher bald ein Leck.
Als die listigen Schlangen auf der Arche einziehn,
kann Noah Gottes Willen nicht ganz nachvollziehn.
Wenn nur das Viehzeug keinen Ärger macht,
aber Gott hat sich bestimmt auch dabei was gedacht.

Das Schwein grunzt: "Noah, versprich mir's in die Hand,
ich bin als Gast an Bord und nicht als Proviant."
"Klar doch", sagt Noah und verzieht das Gesicht,
"Schweinesteak und Saumagen essen wir nicht."
Währenddessen hat der Wolf das Schaf erspäht und sich so platziert,
dass er gleich neben ihm steht.
Als Noah das bemerkt meint er: "Dass kannst du vergessen,
auf der Arche wird rein vegetarisch gefressen."

Während Noah grad das Hashorn in die Arche hievt,
kommt eine Herde Dinosaurier angeschnieft.
Doch Noah stellt fest: "Ihr steht nicht auf der Liste,
ihr müsst austerben denn es ist kein Platz mehr in der Kiste."
Nun hat Noah nur noch mit dem Stinktier ein Problem,
denn keins der andern Tiere möchte neben ihm stehn.
Doch zu guter Letzt ist endlich jedes Tier in seinem Stall,
genauso wie Gott der Herr es Noah befahl.


9. Gott vertraun

Gott vertraun, heißt sich fallen lassen,
in ein Netz, das unser Auge nicht sieht.
Gott vertraun, heißt zu akzeptieren,
das nicht unser Wille sondern der seine geschieht.

Gott vertraun, das heißt Türen öffnen,
zu den Räumen, die uns unbekannt sind.
Gott vertraun, heißt mit Ihm zu gehen,
hin, wo Wissen aufhört und der Glaube beginnt.

Gott vertraun, heißt sich führen lassen,
auf dem Weg, den wir als Umweg ansehn.
Gott vertraun, heißt an seinen Händen
auf dem schmalen Pfad auch durch das Dunkel zu gehen.

Gott vertraun, heißt sich dem zu öffnen,
der uns liebt und neues Leben uns schenkt.
Gott vertraun, heißt sich dem zu geben,
der barmherzig uns leitet und gnädig uns lenkt.


10. Die Flut

Und stetig wächst die Flut, die Wasser steigen auf,
wer wollte da entfliehn, nichts hindert ihren Lauf.
Und stetig wächst die Flut, die aus der Tiefe bricht,
die aus den Wolken fällt, das ist des Herrn Gericht.

Was auf Erden lebt und atmet, was sich fortpflanzt und sich regt,
was da wimmelt, rennt und hastet, wird von der Flut hinweggefegt.
Was da oben war ist unten, ob es Berg sei oder Tal,
von der Sintflut wird's gefressen, Wasser, Wasser überall.

Was noch eben stark und sicher, fest und unverrückbar stand,
wie ein Kartenhaus zerfällt es und wird weggespült wie Sand.
Was des Herren Wort verachtet, das geht unter, ist verlorn,
was sich selbst zum Gott erhöhte spürt des Schöpfers großen Zorn.


11. Ararat

150 Tage Sturm und große Not, 150 Tage, ringsum herrscht der Tod.
Hast Du uns vergessen, Herr wir rufen Dich, sende uns die Rettung.
Seht das Licht, das hell anbricht. Die Arche sinkt herab auf den Berg Ararat.

Ist die Not am grössten, ist uns Gott nicht fern.
Durch das tiefste Dunkel trägt der Arm des Herrn.
Sind wir auch am Zweifeln, Gott vergisst uns nicht, Er ist unsre Zukunft.
Seht das Licht, das hell anbricht. Die Arche sinkt herab auf den Berg Ararat.

Seht das Licht, das hell anbricht.
Seht das Licht, das hell anbricht.
Seht das Licht, das hell anbricht.
Seht das Licht, das hell anbricht.
Seht das Licht, das hell anbricht.
Die Arche sinkt herab auf den Berg Ararat.


12. Weiße Taube

Weiße Taube nun flieg, schau nach trockenem Land.
Sag mir ob überall schon das Wasser verschwand.
Ob sich irgendwo neues Leben zeigt.
Weiße Taube flieg, und bring mir einen grünen Zweig.

Weiße Taube steig auf, breit die Schwingen nund flieg.
Sag mir was von der Welt uns noch übrigblieb.
Ob sich irgendwo neues Leben zeigt.
Weiße Taube flieg, und bring mir einen grünen Zweig.

Weiße Taube schau aus, ob du's blühen siehst.
Sag mir ob dich vielleicht eine Blume schon grüßt.
Ob sich irgendwo neues Leben zeigt.
Weiße Taube flieg, und bring mir einen grünen Zweig.


13. Halleluja (Der Regen ist vorbei)

Der Regen ist vorbei, vor uns liegt das weite Land,
nehmt das neue Leben, aus des Herren Gnadenhand.
Der Herr hat uns bewahrt, uns gerettet aus der Not,
preist mit lautem Schalle unsern Gott.

Lobet Gott - Halleluja, Lobet Gott - Halleluja,
Lobet Gott - Halleluja, preiset Gott den Herrn.

Als das Wasser wuchs, stieg mit ihm die Arche auf,
trug die schweren Lasten, durch der Fluten wilden Lauf.
Die Welt die Gott verlacht, ward gestraft und war verlorn,
Noah blieb verschont von Gottes Zorn.

Wer Gottes Rechte hält, wer auf Gottes Wort vertraut,
seine Liebe annimmt, der hat nicht auf Sand gebaut.
Den hält des Herren Hand, lässt ihn nicht los was auch geschieht,
singet unserm Gott ein neues Lied.


14. Solang die Erde steht

Gott lässt uns den Regenbogen schaun, will uns damit eine Brücke baun,
will uns sagen, dass er uns liebt, und dass er uns sein Versprechen gibt.
Wenn am Himmel dunkle Wolken stehn, sollen wir den Regenbogen sehn,
als ein Zeichen, dass sein Wort gilt von Anfang an und immerfort.

Solang die Erde steht, sollen nicht vergehn, Saat und Ernte, Hitze und Frost.
Solang die Erde steht, sollen nicht vergehn, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Gott reicht Noah seine Hand zum Bund, stellt sein Haus auf einen neuen Grund,
und er segnet Noahs Stamm, und macht ihm die Erde untertan.
Denn mit Menschen die im Glauben stehn, kann der Herr auf neuen Wegen gehn,
da wo Menschen ihm vertraun, kann Gott seine neue Zukunft baun.

Was der Herr mit Noah einst begann, fängt er heut mit uns von neuem an,
in das Dunkel unsrer Welt, hat er seinen Sohn als Mittler hingestellt.
Denn durch Jesu Christi Opfertod, reißt er uns aus unsrer Sünde, unsrer Not,
weil er uns durch's Kreuz befreit, finden wir den Weg in seine Herrlichkeit.

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