Jenseits der Stille

Jenseits der Stille warte ich auf dich.
Jenseits der Stille warte ich auf dich.
Selbst dein Schweigen ist zu laut,
wenn die Gedanken schrein, sich um dich selber drehn.
Nur mit dem Herzen hört man gut.
Wer verstehen will, muss durch die Stille gehn.
Jenseits der Stille warte ich auf dich.

"Jenseits der Stille" zeigt die akustische Seite von ADORA. Eine Weihnachtsmeditation mit Texten, die unter die Haut gehen.
Die unser Verhältnis zur Weihnacht aus der Sicht der Bibel beleuchten, jenseits von Lichterketten und traditionellen Krippenspielen.
Die uns mit der Frage konfrontieren
Sag mir was bleibt, wenn die Lichter ausgehn ...


- Text und Musik von Andreas Munke (außer Titel 5)
- geschrieben 2003
- Uraufführung am 14.12.2003 in Burgstädt
- Live-Mitschnitte am 04.01.04 in Wittgensdorf und am 14.01.04 in Taura
- bis heute 6 mal aufgeführt

- Gitarre: Andreas Munke
- Bass: Mirko Gräser
- Saxophon: Kerstin Arnold
- Klavier: Martin Munke
- Percussion: Kerstin Arnold und Martin Munke



1. Verheißung (Populus qui ambulabat)

populus qui ambulabat
in tenebris vidit lucem
magnam habitantibus
in regionae umbrae mortis
lux orta est eis

parvulus enim natus est
nobis filius datus est
nobis et factus est
principatus super
umerum eius est
vocabitur
et nomen eius est
admirabilis
consiliarius
deus fortis
pater futuri
princeps pacis
princeps pacis

multiplicabitur
eius imperium
et pacis non erit finis
non erit finis

2. Jenseits der Stille

Jenseits der Stille - warte ich auf dich.
Jenseits der Stille - warte ich auf dich.

Selbst dein Schweigen ist zu laut,
wenn die Gedanken schrein,
sich ums dich selber drehn.
Nur mit dem Herzen hört man gut.
Wer verstehen will, muss durch die Stille gehn.

Was ich dir heut erzählen will,
hast du schon oft gehört,
und vielleicht überhört.
Drum öffne dich und werde still.
Lass zu, dass Gottes Wort dein Herz berührt.

Jenseits der Stille - warte ich auf dich.

3. Sehnsucht

Tolles Haus, drei Autos eine Yacht,
richtiges Parteibuch, Geld und Macht.
Liebe Frau, zwei Kinder und ein Hund,
Ausgefülltes Leben, fett und bunt.
Glänzend die Fassade, wie geleckt,
aber irgendwas ist nicht perfekt.

Gott hat dir eine Sehnsucht, tief ins Herz gelegt.
die läßt sich nicht verdrängen, weil sie dich himmelwärts bewegt.

Arztbesuche selten, toll in Form,
alle Werte besser als die Norm.
Haar noch voll und Bauchansatz nicht viel,
Liebesleben nach wie vor stabil.
Spürst du manchmal, dass du was vermisst,
dass du nicht so wirklich glücklich bist.

Leben fest im Griff aus eigner Kraft,
Zukunft sicher, alles selbst geschafft.
Anerkannt, geliebt und respektiert,
keiner der je an sich zweifeln wird.
Und doch ahnst du das da noch was fehlt,
was auch übers Ende hinaus zählt.

4. Gestern und heute

Gestern war die Welt noch in Ordnung,
heut geht durch die Erde ein Riss.
Gestern war das Morgen noch sicher und klar,
heut ist alles ungewiss.

Gestern war die Welt noch in Ordnung,
heute ist ein Loch in der Zeit.
Gestern warn die Ziele erreichbar und nah,
heut sind sie unendlich weit.

Gestern war die Welt noch in Ordnung
heute lebt der Mensch ohne Gott.
Gestern waren Schöpfer und Menschheit noch eins,
heute trennt uns Sünde und Tod.

Morgen ist die Welt noch in Ordnung,
heut besteht die Chance dazu.
Heute hat dir Gott eine Brücke gebaut,
ob du drüber gehst entscheidest du.

5. Maria durch ein Dornwald ging
(Text & Melodie: Volkslied, nach Haxthausen, Geistliche Lieder; Satz: Bodo Saborowski)

Maria durch ein Dornwald ging – Kyrieleison.
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat seit sieben Jahrn kein Laub mehr tragen.
Jesus und Maria.

Was trug Maria unter ihrem Herzen – Kyrieleison.
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.

Da haben die Dornen Rosen getragen – Kyrieleison.
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria.

6. Winter

Der Winter schleicht über das Land.
Er hält es fest in seiner kalten Hand.
Das Mittelmaß regiert, die Selbstsucht triumphiert
Und der Hass ist schon wieder aufmarschiert.
Der Winter schleicht über das Land.

Der Winter schleicht über das Land.
Zieht hinter sich ein kaltes weißes Band.
Der Geist manipuliert, das Herz zutiefst verwirrt.
Und selbst deine Seele erfriert.
Der Winter schleicht über das Land.

Der Winter schleicht über das Land.
Bläst Reif uns ins Gesicht und aufs Gewand.
Die Hoffnung resigniert, der Mut hat sich blamiert.
Die Liebe hat längst kapituliert.
Der Winter schleicht über das Land.

Gott lässt deinen Glauben nicht erfriern.
Selbst im tiefsten Winter kannst du seine Wärme spürn.
Das Feuer seiner Liebe taut vereiste Herzen auf.
Gott lässt deinen Glauben nicht erfriern.


7. In deinem Hause

Nun steh ich hier in deinem Hause,
ich schau nach oben, und fühl mich klein.
Der Lärm bleibt hinter dicken Mauern,
O Herr hier bin ich, mit dir allein.
Ich habe Angst mich selbst in deinem Licht zu sehen,
denn du durchschaust mich, kennst meine Not.
Nun steh ich hier in deinem Hause,
und fürchte dich gerechter Gott.

Nun steh ich hier in deinem Hause,
durch buntes Glas fällt gedämpftes Licht.
Hier kann ich deine Nähe spüren.
Hier trete ich vor dein Angesicht.
Ich weiß du hörst mich Vater, weiß du liebst mich Vater.
Ich weiß du stützt mich, durch dein Gebot.
Nun steh ich hier in deinem Hause,
in deiner Liebe treuer Gott.

8. Heute hab ich's gesehn

Heute hab ich’s gesehn, dass noch Wunder geschehn.
Dass der Docht nicht verlischt, weil Gott selbst zu uns spricht.
Ein Kind im Stall zeigt dass Gott uns noch liebt,
dass es für uns, wieder Hoffnung gibt.

Ruf es in jedes Haus, schrei es weithin hinaus.
Denn der Heiland ist da, nie war Gott uns so nah.
Der Herr der Welt kommt in Elend und Not,
stellt sich uns gleich, der liebende Gott.

Darum auf lasst uns gehen, unsern Heiland zu sehn.
Alle Nacht dieser Welt, hat sein Lächeln erhellt.
Nicht aus Verdienst, nein aus Gnade allein,
lässt er uns neu, Gottes Kinder sein.

9. Sag mir was bleibt

Sag mir was bleibt, wenn die Lichter ausgehn.
Sag mir was bleibt, wenn die Schatten aufstehn.

Bleibt mehr als ein Stapel mit Abwasch und zerknülltes Papier,
mehr als die Nadeln im Teppich und ein leerer Kasten Bier.
Sag mir was bleibt, wenn die Lichter ausgehn.

Bleibt mehr als ein hektischer Tag mit dem üblichen Streit.
Mehr als die falschen Versprechen und der übliche Neid.
Sag mir was bleibt, wenn die Lichter ausgehn.

Bleibt mehr als ein Satz aus der Predigt, als ein Weihnachtsgedicht.
Mehr als ein dankbares Lächeln und ein freundliches Gesicht.
Sag mir was bleibt, wenn die Lichter ausgehn.

Bleibt mehr als ein Euro Kollekte und ein halbes Vielleicht.
Mehr als ein frommes Gefühl, das zum Leben nicht reicht.
Sag mir was bleibt, wenn die Lichter ausgehn

10. Verlust

Sie hat das Essen aufgetan, den Weihnachtstisch gedeckt,
ihn mit Servietten fein verziert und Kerzen angesteckt.
Sie hat ihm einen Schlips gekauft, genau wie letztes Jahr
Und doch gibt’s einen Unterschied – letztes Jahr war er noch da.

Sie waren keinen Tag getrennt, ein Eheleben lang.
Gemeinsam stets durch Freud und Leid, gemeinsam jeder Gang.
Gemeinsam sonntags Gottesdienst, so ging es Jahr für Jahr.
Doch nun gibt’s einen Unterschied – letztes Jahr war er noch da.

Gemeinsam treten Sie vor Gott, dass hat sie stets geglaubt.
Nun ist er weg, sie weint um ihn, man hat ihn ihr geraubt.
Ein Heiligabend ganz allein, erstmals in diesem Jahr.
Denn da gibt’s diesen Unterschied – letztes Jahr war er noch da.

Sie nimmt sich ihre Bibel her und legt sie wieder hin.
All die Gebete wohl umsonst, ihr Glaube ohne Sinn.
Der Zweifel greift nach ihrem Herz, wie niemals all die Jahr.
Doch eins steht fest und bleibt gewiss - Jesus ist trotzdem noch da.

11. Deine Liebe trägt

Du hast für mein Leben die Spur gelegt,
du hast mir die Wege gebahnt.
Du hast einen Grund bereitet, der trägt,
noch eh ich es geahnt.
Bevor ich dir entgegen ging,
warst du unterwegs schon zu mir
und nahmst mich vorbehaltlos an,
ich danke dir dafür.

Ich kann es nur erahnen, wie deine Liebe trägt,
die auf des Lebens Bahnen, mich hin zum Ziel bewegt,
die auf des Lebens Bahnen, mich hin zum Ziel bewegt.

Du kennst mich genau und liebst mich doch,
ich floh doch du bliebst mir stets nah.
Ich hatte dich für mich nicht eingeplant
Und trotzdem warst du da.
Ich hab dich verleugnet, ich hab dich enttäuscht,
du hattest Geduld mit mir.
Und wegen mir war dir kein Weg zu weit,
ich danke dir dafür.

12. Halleluja (Lobet Gott)

Halleluja, Halleluja, Halleluja,
lobet Gott in seinem Heiligtum.
Kommet und staunet, betet den an, der uns liebt.
Der uns in Christus, Hoffnung und Zuversicht gibt.
Lobt den Herrn,
preist den Herrn,
dankt dem der da war und ist und bleibt.

Halleluja, Halleluja, Halleluja,
lobet Gott in seinem Heiligtum.
Alles was atmet, preise den mächtigen Herrn.
Aller Welt Enden, komme und diene ihm gern.
Lobt den Herrn,
preist den Herrn,
dankt dem der da war und ist und bleibt.

Halleluja, Halleluja, Halleluja,
lobet Gott in seinem Heiligtum.
Ehre sei Gott dem Vater in Ewigkeit.
Jubelt und singt denn heute ist Gnadenzeit.
Lobt den Herrn,
preist den Herrn,
dankt dem der da war und ist und bleibt.

Halleluja !

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